Seeschloss Petersdorf
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Zum Gottesdienst gingen die Petersdorfer nach Rauen. Auch die Kinder mussten täglich den weiten Weg zur Schule laufen. Erst 1876 konnte der Unterricht in einer eigenen Schule (heute Kindergarten) beginnen. Die Bauzeit der Schule betrug übrigens nur zwei Monate. Der Lehrer, der bis zu 100 Schüler in einem Raum zu unterrichten hatte, erhielt den Garten zur Nutzung. Ein Acker, wie sonst üblich, wurde ihm nicht übergeben, um ihn nicht vom Unterricht abzulenken. Seit 1970 fahren die Kinder nach Bad Saarow zur Schule.

Mit der Entdeckung Bad Saarow als Ausflugsziel für die Berliner, begann auch der weitere Ausbau der Verkehrswege. Dazu zählen die neue Chaussee, die Bahnverbindung und die Autobahnanschlussstelle in Ketschendorf. Diese wurde 1937 fertig gestellt. In den Jahren 1910 -1911 wurde die Bahnlinie von Fürstenwalde nach Bad Saarow errichtet. Zu dieser Zeit wurde das Seeschloss erbaut. Der ehemalige Bahndamm von Petersdorf bis Bad Saarow wurde später zu einer Straße umgebaut. Sie biegt hinter dem Ort rechts ab. Die Strecke von Fürstenwalde nach Beeskow wurde im Dezember 1911 in Betrieb genommen und wird heute noch befahren. Auch in Petersdorf gab es einen Bahnhof, der heute als Wohnhaus genutzt wird.

Mit der Vergrößerung des Ortes seit dem Beginn unseres Jahrhunderts ließen sich auch verschiedene Gewerbetreibende in Petersdorf nieder. So gab es einen Schmied, einen Bäcker, einen Kolonialwarenhändler, einen Fleischer, Ziegeleien, die Formsandgrube, Braunkohlegruben und 5 Gaststätten, darunter das Seeschloß.

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